Höchste Attraktivität und Sicherheit

Neue Etikettiermaschinen-Generation Innoket Roland macht’s möglich

Dr. Joachim von Meyer*

Für die einen steht Schönheit im Vordergrund, für die anderen lautet das oberste Gebot Sicherheit. Die Rede ist von dem passenden Kleid für Kleingebinde. Während für Kleinflaschen in Parfumindustrie und Getränkebranche vor allem Schönheit und ein ansprechendes Äußeres wesentlich sind, gehen die Anforderungen in der Pharmaindustrie über diese Kriterien weit hinaus. Das Etikett dient hier im krassen Falle als überlebenswichtiger Informationsträger. Entsprechende Genauigkeit wird beim Einsatz der Etikettiersysteme selbstredend gefordert. Höchste Etikettiergenauigkeit und sprichwörtliche Attraktivität bietet die neue Etikettiermaschinen-Generation Innoket Roland von KHS Anker.

Alle Größen an Kleinen

Vom 15mm-Durchmesser an lassen sich alle „Größen" an Kleingebinden problemlos etikettieren. Bei der Ampulle angefangen. Eine Herausforderung für die Etikettierung der Kleingebinde stellt der Gefäßtransport und in diesem Zusammenhang die Einteilung der Gefäße in der Etikettiermaschine dar.

Speziallösung für die exakte Einteilung

Üblicherweise geht es über die Einlaufschnecke in Richtung Einlaufstern. Ein Problembereich bei den Kleinen ist die Separierung und damit die exakte Einteilung der Gefäße. Die zweite Schwierigkeit: Sehr kleine und sehr niedrige Gefäße können in der Regel nicht mehr mit einer Schnecke verarbeitet werden, da schon die Schneckenlagerung zu hoch für die Verarbeitung der Minis ist. KHS Anker hat aus genannten Gründen ein ganz spezielles System entwickelt, mit dessen Hilfe es möglich ist, Gefäße ohne Einsatz der Einlaufschnecke einzuteilen.

* Geschäftsführer KHS Anker-Maschinenbau GmbH, Hamburg,

Tel. 040/89 08 60

 

 

Die Speziallösung: Ein S-förmiger Bogen führt die Gefäße bis zum Einlaufstern. Dieser Bogen ist auf die individuelle Gefäßgröße einstellbar. Die Gefäße werden aufgefächert. Es entsteht eine Lücke. In diese Lücke greift der sägezahnförmige Einlaufstern ein. So lassen sich sowohl die kleinen Runden als auch die kleinen Eckigen ganz problemlos separieren.

Doppelte Einlaufsperre

Bei Einlauf der Gefäße in die Innoket Roland trägt der Empfindlichkeit der Kleingebinde eine doppelte Einlaufsperre Rechnung. Zwei Einlaufsperren hintereinander angeordnet reduzieren den Staudruck und gewährleisten sicheren Transport.

Schneller Formatteilwechsel

Je nach Durchmesser der zu verarbeitenden Gefäße kommen unterschiedliche Einlaufsterne zum Einsatz. Der Austausch lässt sich vollkommen problemlos mittels Schnellwechselvorrichtung realisieren und trägt der so wesentlichen Kundenforderung des schnellen Formatteilwechsels Rechnung.

Wechseln Gefäßgrößen, so steht auch ein Austausch der Drehteller in der Etikettiermaschine an. Beste Etikettierqualität ist vor allem für eckige Gefäße dann zu erreichen, wenn keine „Verdrehung" auf dem Teller stattfindet. Die exakten Ausmaße der Gefäße sind daher in die Drehteller eingefräst. Die Drehteller lassen sich mit nur einer Drehschraube an einem Sterngriff befestigen. Ein einfaches Lösen des Sterngriffes und der nicht mehr benötigte Drehteller kann entnommen und ein neuer produktspezifischer Drehteller aufgesetzt werden. Eine schnelle und einfache Methode.

Alles in allem gestalten sich die Umrüstzeiten bei der neuen Etikettiermaschinen-Generation Innoket Roland kürzer als bei herkömmlicher Maschinentechnik, da ein Wechsel der Einlaufschnecke entfällt. Maximal 15 Minuten und die Innoket Roland ist für neue Etikettieraufgaben gerüstet.

Nassleimetikettierung...

Möglich ist für die neue Etikettiermaschinen-Generation sowohl der Einsatz von Nassleimetikettierung als auch die Haftetikettierung sowie eine Kombination von beiden Verfahren. Bei der Nassleimetikettierung wird das Etikettenmaterial aus dem Etikettenmagazin durch ein Leimsegment, das von der Leimwalze bereits beleimt wurde, entnommen. Das Leimsegment läuft an der Greifertrommel vorbei. Die Greifertrommel zieht das Etikett durch spezielle Zangen vom Leimsegment und übergibt es mit der beleimten Seite auf das Gefäß. Hier handelt es sich um die Etikettierung mit einem vollbeleimten Etikett. Beste Etikettiersicherheit ist selbstverständlich.

... oder Haftetikettierung?

Bei der Haftetikettierung gelangt Etikettenmaterial von der Rolle zum Einsatz. Über Umlenkrollen wird das Material bis zu einer Spendekante geführt. Eine letzte sehr scharfe Umlenkung führt zur Ablösung des Etiketts vom Trägerband und zu der Übergabe auf das Gefäß. Der Zeitpunkt der Etikettenspende wird von einem Sensor ermittelt. Dieser Sensor tastet das Gefäß ab. In dem Augenblick, in dem er es vollständig erkennt, wird das Etikettenband nach vorne geschoben und das Etikett gespendet. Ein zweiter Sensor innerhalb der Etikettierstation regelt den präzisen Abstand zwischen der Aufbringung der Etiketten.

Erhöhte Produktivität durch das Autosplice-System

Optional besteht die Möglichkeit eines automatischen Etiketten-Rollenwechsels über das Autosplice-System. Sobald das Ende der Etikettenrolle erreicht ist, wird an die vorhandene Rolle automatisch der Anfang der Reserverolle angeklebt. So kann ohne Unterbrechung und ohne Leistungsreduzierung weiter produziert werden. Eine deutliche Erhöhung der Produktivität ist die Folge.

Beste Etikettierqualität ist sowohl bei der Nassleim- als auch bei der Haftetikettierung sichergestellt. Die Gefäße sind im Rundlauf oben und unten fest eingespannt. Höchste Etikettiergenauigkeit wird erreicht.

Nachpressband nicht notwendig

Üblicherweise folgt im Anschluss an die Etikettierung mittels Nassleim-Etikettierung das Andrücken der Etiketten über ein Nachpressband. Für eckige Gefäße ist der Einsatz des Nachpressbandes nicht notwendig, um Etikettiersicherheit zu gewährleisten. Wird ein Nachpressband für runde Kleingefäße eingesetzt, so besteht insbesondere bei Kleinstgebinden die Gefahr, dass diese umfallen, sobald sie in Drehung versetzt sind. Die KHS-Anker Speziallösung: Bei der Nassleim-Etikettierung findet die Anpressung durch Bürsten und Rollen bereits in der Maschine statt. Kommen Haftetiketten zum Einsatz, ist durch die starke Klebkraft des Etiketts ein Nachpressband ohnehin nicht erforderlich.

Etikettenkontrolle

Auf den Etikettiervorgang folgt die Etikettenkontrolle. Hier stehen zwei Alternativen zur Wahl. Zum einen die Prüfung auf Etikettensitz und vorhandenes Etikett. Zweite Möglichkeit: Die Kamerakontrolle. Das Etikett auf dem Gefäß wird mit einem Sollbild verglichen, das im Computer hinterlegt ist. So ist klargestellt, dass sich auch das richtige Etikett auf dem Gefäß befindet. Für die Pharmaindustrie ein ganz wesentlicher Aspekt. Von der Bedienperson beispielsweise unachtsam eingelegtes falsches Etikettenmaterial wird so zuverlässig identifiziert. Fatale Folgen durch verkehrt ausgewiesene Medikamente können so gar nicht erst entstehen.

Standsicherheit durch Halsführung

Geringe Standfestigkeit und dünnwandige Materialbeschaffenheit der Kleinen sind Thema, was die sichere Überführung in die nachgelagerte Maschine angeht. Um beste Standsicherheit zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit bei der Übergabe in die Anlage und an die folgenden Anlagenkomponenten spezielle Halsführungen einzusetzen. Die Gefäße werden bei Einsatz dieser Option auch während des Transports sicher im Halsbereich gehalten.

Integrierter Schaltschrank

Bei der neuen Etikettiermaschinen-Generation sind alle Bauteile auf der Grundplatte aus Edelstahl. Eine lange Lebensdauer, einfache Reinigung und hohe hygienische Sicherheit – die Pluspunkte. Weiterer Vorteil der neuen Etikettiermaschinen-Generation ist die Integration des Schaltschrankes in die Maschinenverkleidung. Das erleichtert die Maschinenaufstellung und reduziert mögliche Fehlerquellen, da keine zusätzliche Verkabelung zwischen Maschine und Schaltschrank erforderlich ist.

Kontinuierlicher Signalaustausch

Die neue Etikettiermaschinen-Generation Innoket Roland arbeitet frequenzgeregelt. In der Etikettiermaschine wird eine automatische Geschwindigkeitsanpassung vorgenommen. Ein Signalaustauch zwischen vor- und nachgelagerten Anlagenkomponenten findet kontinuierlich statt. So wird die Etikettiergeschwindigkeit automatisch erhöht, wenn beispielsweise auf dem Weg zum Packer zu wenig Gefäße registriert sind. Im umgekehrten Fall des Gefäßstaus erfolgt die der Situation entsprechende Reduzierung der Leistung.

Integrierte Sicherheitskupplung

Sowohl Einlaufstern als auch Auslaufstern sind mit einer Sicherheitskupplung versehen. Sollte beispielsweise durch Glasbruch eine Blockade in der Etikettiermaschine entstehen, so wird die Etikettiermaschine über einen Sicherheitsschalter automatisch abgeschaltet. Das verhindert Beschädigung und Verschleiß.

Ein Multitalent

Die Baureihe Innoket Roland in verschiedenen Maschinengrößen ist für eine Leistungsgröße von 2000 Gefäße/h bis hin zu 36.000 Gefäße/h ausgelegt. Die Anbringung von bis zu vier Etikettierstationen ist möglich. Von Ampullen über eckige und runde Gefäße mit unterschiedlichsten Durchmessern, von Glasgebinden bis hin zur PET-Kleinflasche – alles ist denkbar. Ein wahres Multitalent für die Kleinen – bei höchster Etikettiergenauigkeit und bester Etikettiersicherheit.

 

Bildunterschriften:

  1. Die neue Etikettiermaschinen-Generation Innoket Roland für Kleingebinde verfügt über eine Leistung von 2.000 Gefäße/h bis hin zu 36.000 Gefäße/h.
  2. Vom 15 mm-Durchmesser an lassen sich alle Größen und alle Arten an Kleingebinden problemlos etikettieren. Egal ob rund oder eckig, Glas oder PET.
  3. Die Speziallösung zur Einteilung der Kleinen ohne Einsatz der Einlaufschnecke: Ein S-förmiger Bogen, der auf die individuelle Gefäßgröße einstellbar ist.
  4. Sowohl Nassleimetikettierung als auch Haftetikettierung ist möglich. Um Etikettiersicherheit zu gewährleisten findet bei der Nassleim-Etikettierung die Anpressung durch Bürsten und Rollen bereits in der Maschine statt.